Stiftung Lucerna
Workshop 2013

Die Spannung zwischen Kapitalismus und Demokratie

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Die Demokratie ist einerseits zur Leitidee des guten und gerechten Zusammenlebens unter modernen Menschen schlechthin geworden. Demokratie ist ein bewährtes Verfahren der Politik. Ist sie das auch in Zeiten der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Krisen? Ist Demokratie also ein Heilmittel in der Krise? Anderseits beobachten wir aber auch, dass die Demokratie selbst in einer Krise steckt: Publizistische und wissenschaftliche Autorinnen und Autoren stellen zunehmend fest, dass sie immer weniger zielführend ist, an Attraktivität verliert und sich in einer globalisierten Welt im Spannungsfeld mit einer übermächtigen Wirtschaft befindet, anderseits immer stärker durch das internationale Recht eingeschränkt wird. Noch alarmierender sind Zeichen, die sie vielleicht nur noch zu einem Medienspektakel oder gar zu einem käuflichen Machtspiel machen.

Themen des Workshops:

1. Block: Wer regiert - die Politik oder die Wirtschaft?
2. Block: Liberalismus - Lösung oder Teil des Problems?
3. Block: Braucht es Tungenden und/oder Institutionen?


ReferentInnen


Daniel Binswanger
Journalist und Redakteur „Das Magazin“
Tagesanzeiger, Tamedia AG

Dr. Daniel Brühlmeier, lic. ès lettres
Chef Koordination Aussenbeziehungen
Staatskanzlei Kanton Zürich

Prof. Dr. Marc Chesney
Vice Director of Department of Banking and Finance, Head of RPP
Universität Zürich

Prof. em. Dr. Heinz Hauser
Volkswirtschaftslehre, Aussenwirtschaftstheorie und Aussenwirtschaftspolitik, Direktor des Schweizerischen Instituts für Aussenwirtschaft und Wirtschaftsforschung (SIAW-HSG)
Universität St. Gallen

Prof. Dr. Ulrike Liebert
Institut für Politikwissenschaft, Centre for European Studies (CEuS)
Universität Bremen

Prof. em. Dr. Philippe Mastronardi
Staatsrecht, Demokratietheorie, Rechtstheorie
Universität St. Gallen

Prof. Dr. Wolfgang Merkel
Philosophische Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Andreas Nölke
Gesellschaftswissenschaften, Institut für Politikwissenschaft
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. em. Dr. rer. pol. Peter Ulrich
Institut für Wirtschaftsethik
Universität St. Gallen

Prof. Dr. Gerhard Wegner
Institutionenökonomie und Wirtschaftspolitik
Universität Erfurt




Tagungsprogramm


6.09.2013

10:00 - 10:30
Eröffnung des Workshops
Dr. Daniel Brühlmeier, lic. ès lettres

10:30 - 11:00
Ist die Krise der Demokratie eine Erfindung?
Prof. Dr. Wolfgang Merkel

11:00 - 11:30
Finanzialisierung als Herausforderung der Demokratie in westlichen Industriegesellschaften
Prof. Dr. Andreas Nölke

11:30 - 13:00
Diskussion und Fragen aus dem Publikum
Prof. em. Dr. Philippe Mastronardi

15:00 - 15:30
Ordoliberale Grundsätze für eine globalisierte Welt?
Prof. em. Dr. Heinz Hauser

15:30 - 16:00
Der Widerspruch zwischen Neo-Liberalismus und liberaler Demokratie am Beispiel des Finanzmarktes
Prof. Dr. Marc Chesney

16:00 - 16:30
Hat die Demokratie in Europa eine Chance? Der Konflikt zwischen Wirtschaft und Demokratie in der EU am Beispiel der Euro-Krise
Prof. Dr. Ulrike Liebert

7.09.2013

9:00 - 9:30
Kapitalismus und Demokratie - Komplementarität oder Konflikt?
Prof. Dr. Gerhard Wegner

10:00 - 10:30
Wie lässt sich die kapitalistische Marktwirtschaft zivilisieren? Zum Verhältnis von Systemlogik, Bürgerethos und Wirtschaftsbürgerrechten
Prof. em. Dr. rer. pol. Peter Ulrich

10:30 - 11:00
Demokratie und Kapitalismus: der Schweizer Fall
Daniel Binswanger

11:00 - 13:00
Diskussion und Fragen aus dem Publikum, Abschluss
Dr. Daniel Brühlmeier




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